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CDC Gathany Aedes albopictus 1 asiatische Tigermuecke
Asiatische Tigermücke, © CDC
CDC Gathany Aedes albopictus 1 asiatische Tigermuecke
Asiatische Tigermücke, © CDC

Tigermücken gesucht!

Tigermücken gesucht!

Wir erforschen wärmeliebende Stechmückenarten, die nach Vorarlberg eingewandert sind. Besonderen Augenmerk legen wir dabei auf drei eingeschleppte Arten, die auffällig schwarz-weiß geringelt sind. – Asiatische Tigermücke, Asiatische Buschmücke und koreanische Buschmücke. Gesehen? Dann melden Sie uns Ihre Beobachtungen!

Was sind invasive Stechmücken?

In Österreich gibt es ca. 40 Mückenarten verteilt auf sechs verschiedene Gattungen. Sie werden vier unterschiedlichen Lebensraumtypen zugeordnet: Hausmücken, Überschwemmungsmücken, Fiebermücken und invasive Mücken. Durch internationale Reisetätigkeit und die Globalisierung des Handels werden immer mehr gebietsfremde Mückenarten bei uns eingeschleppt. Die aktuelle Klimaentwicklung macht es zunehmend auch wärmeliebenden Arten wie der Asiatischen Tigermücke möglich, sich bei uns zu etablieren.

Stechmücken sind als Vektororganismen (= Krankheitsüberträger) bekannt, sie können eine Vielzahl von Viren, Bakterien und Parasiten auf Mensch und Tier übertragen. So kommt gerade auch den neu eingeschleppten Arten eine sehr hohe medizinische und veterinärmedizinische Relevanz zu. Invasive gebietsfremde Arten wie die Asiatische Buschmücke sind auch in der Lage, heimische Mückenarten massiv zurückzudrängen, dies macht sie auch zu ökologisch relevanten Organismen.

Das Bundesland Vorarlberg ist durch das Arlbergmassiv faunistisch vom Rest Österreichs abgegrenzt. Gerade wärmeliebende invasive Arten wandern hier vorwiegend von Westen her, also von der Nordostschweiz bzw. von Südwestdeutschland her ein, oder sie werden durch menschliche Transporte aus der Nachbarschaft eingeschleppt.

Die Asiatische Tigermücke wurde in Vorarlberg noch nicht gefunden, hat aber mittlerweile etablierte Populationen am Oberrhein (D). Auch in der Schweiz gibt es schon etliche Belege von Gebieten nördlich der Alpen.

Die Asiatische Buschmücke wurde erstmalig 2015 in Vorarlberg gefunden, sie konnte sich bereits an verschiedenen Plätzen im Rheintal etablieren. In der Südostschweiz stellt sie in manchen Gebieten bereits die häufigste Mückenart dar.

Die Koreanische Buschmücke wurde heuer erstmals für Österreich in Osttirol gefunden, für Vorarlberg gibt es noch keine Belege.

Forschen Sie mit!

Bitte unterstützen Sie uns bei der Suche nach invasiven Mückenarten in Vorarlberg! Schauen Sie die Stechmücken in Ihrer Umgebung genauer an. Weisen diese Tiere schwarz-weiß geringelte Beine auf, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um eine dieser invasiven Arten handelt. Diese Exemplare interessieren uns.

Woran erkenne ich die invasiven Stechmücken?

Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus):

  • gänzlich schwarzer Körper
  • weißer Längsstreifen am Rücken.
  • weiße Streifen am Hinterleib
  • weiße Ringelung der Beine

Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus):

  • Rücken ist bräunlich-grau gemustert
  • weiße Streifen am Hinterleib
  • schwarz-weiß geringelte Beine

Koreanische Buschmücke (Aedes koreicus):

  • in Farbe und Zeichnung der Asiatischen Buschmücke sehr ähnlich
  • anders gestaltete weiße Ringelung der Hinterbeine als die Asiatische Buschmücke.

Auf eine detaillierte Beschreibung dieser Mückenarten wird hier verzichtet, die Tiere sind auch für Experten nicht immer leicht zu bestimmen. Wer es allerdings genau wissen will, findet auf den Webseiten des Schweizerischen Mückennetzwerks sehr übersichtliche Informationen dazu: https://www.zanzare-svizzera.ch/de/invasive-muecken/

Was benötige ich um einen Fund zu melden?

  • Funddatum
  • Fundort
  • Foto(hier sollten die geringelten Hinterbeine der Mücke zu sehen sein) oder die Mücke selbst (Abtöten durch Einfrieren – keine gequetschten Exemplare!)
  • Kontaktdaten 

Wo melde ich meine Beobachtungen?

Online melden an: klaus.zimmermann​(at)​inatura.at

Adresse für den Mückenversand:        
natura - Erlebnis Naturschau Dornbirn
Fachberatung
Jahngasse 9
6850 Dornbirn

Bitte verpacken Sie die Mücken in stabilen Plastikdöschen, Zündholzschachteln o.ä.!

Und dann?

Wir melden uns dann mit dem Bestimmungsergebnis zurück. Dies kann aber einige Tage dauern, da wir in einzelnen Fällen auch externe Experten zu Rate ziehen wollen.

Noch Fragen?

Bitte direkt an den Projektleiter Dr. Klaus Zimmermann.
Mail:       klaus.zimmermann​(at)​inatura.at
Phone:   0676 / 83306-4760

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