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Erdkröten
Erdkröten bei der Paarung , © UMG
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Erdkröten bei der Paarung , © UMG
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Amphibien-Monitoring in Vorarlberg

Amphibien-Monitoring in Vorarlberg

Unsere Amphibien sind bedroht und brauchen unseren Schutz! Für gezielte und langfristige Schutzmaßnahmen benötigen wir Daten und Fakten. Das Amphibien-Monitoring in Vorarlberg sammelt Daten zu Laichgewässern, den Vorkommen und Beständen unserer heimischen Amphibienarten.

Auf der Suche nach Grasfrosch, Erdkröte & Co

Unsere Amphibien sind bedroht und brauchen unseren Schutz!

Die inatura führt zusammen mit dem Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Umwelt- und Klimaschutz ein landesweites Amphibien-Monitoring durch. Das gemeinsame Ziel ist der Aufbau eines landesweiten Laichgewässerinventars, das Informationen zum Gewässer und zu den darin vorkommenden Arten umfasst. Dieses Inventar soll künftig als wichtige Grundlage für gezielte Schutzmaßnahmen dienen. Die fachliche Beratung übernimmt dabei das Umweltbüro Grabher UMG, Dornbirn

Was passiert 2022?

Unser Amphibien-Monitoring in Vorarlberg geht in das zweite Jahr. Im ersten Jahr stand die Erfassung von Laichgewässern in Vorarlberg im Mittelpunkt. Durch die Mithilfe unserer Mitforscher*innen konnten wir uns einen Überblick über die Laichgewässer verschaffen – VIELEN DANK FÜR DEN EINSATZ!!!

Dieses Jahr soll jede*r Mitforscher*in ein oder mehrere Laichgewässer im Jahresverlauf beobachten. Wir wollen wissen, wie sich die Bestände unserer Amphibien entwickeln und wie die Witterung und die Klimakrise das (Über-)Leben unserer Amphibien beeinflusst.

Laichgewässer – hier spielt sich´s ab!

Laichgewässer sind im Lebenszyklus der Amphibien unverzichtbar. Vor allem Grasfrosch und Erdkröte wandern zeitig im Frühjahr oft über weite Strecken, damit sie an ein geeignetes Fortpflanzungsgewässer gelangen. Möglichst umfassende Kenntnisse zu Laichplätzen sind deshalb eine Voraussetzung für den Erhalt dieser stark gefährdeten Tiergruppe.

Warum Gelbbauchunke und Laubfrosch?

Alle heimischen Amphibien sind zur Fortpflanzung auf Gewässer (Seen, Teiche, Tümpel, Pfützen) angewiesen – mit Ausnahme des Alpensalamanders, der seine fertig entwickelten Jungen lebend zur Welt bringt. Laichgewässer sind deshalb DAS zentrale Element im Lebenszyklus von Fröschen, Kröten, Unken und Molchen! Dort können wir am besten unsere Amphibien beobachten.

Monitoring – was ist das?

Monitoring oder Dauerbeobachtung bedeutet, dass Erhebungen am selben Standort oder im selben Gebiet über Jahre hinweg wiederholt werden. So bekommt man langfristige Datenreihen. Sie sind für die Wissenschaft besonders wertvoll, weil man so Trends und Entwicklungen sehen kann.

Phänologie und Amphibien?

Jetzt kommt der Begriff Phänologie ins Spiel. Die Phänologie beschäftigt sich mit den jahreszeitlichen Veränderungen in der Natur, um Fragen wie „Beginnt der Frühling früher als in vergangenen Jahrzehnten? Dauert der Sommer länger als früher?“ anhand Aufzeichnungen von Beobachtungen aus der Natur zu erforschen.

Und was hat Phänologie mit den Amphibien zu tun? Hier spielt die Dokumentation des Laichbeginns in einem Gewässer über mehrere Jahre, die Beobachtung der Entwicklung der Amphibienlarven und des Zeitpunkts, wann die Amphibien das Gewässer wieder verlassen eine wichtige Rolle bei phänologischen Beobachtungen und zur Erfassung der Auswirkungen des Klimawandels!

Achtung ! Geltende Naturschutzbestimmungen beachten! Amphibien dürfen keinesfalls gefangen werden, geschützte Flächen dürfen nicht betreten werden, Wegegebote sind einzuhalten.
Sämtliche Amphibienarten Vorarlbergs sind geschützt!

 

Die Menge macht´s! - Wir zählen auf Sie!

Daten und Fakten – sie brauchen wir in großem Umfang, um ganz gezielt Schutzmaßnahmen für unsere heimischen Amphibienarten in Vorarlberg zu setzen. Und dazu brauchen wir Ihre Mithilfe! Jede Ihrer Beobachtung ist wertvoll und bringt uns unserem gemeinsamen Ziel näher!!

Was geschieht mit Ihren Beobachtungen?

Wir wollen ein dauerhaftes Beobachtungssystem entwickeln. Die regelmäßige Erfassung der Amphibien in ausgewählten Gewässern soll Informationen zur langfristigen Entwicklung der Vorkommen liefern. Es soll möglichst viele Informationen zum Gewässer und zu den darin vorkommenden Arten umfassen. Künftig soll dieses Inventar eine wichtige Grundlage für gezielte Schutzmaßnahmen sein. Ihre Beobachtungen werden von der inatura gesammelt und in die naturwissenschaftliche Datenbank übernommen. Dadurch stehen sie künftig dem Naturschutz und der Forschung zur Verfügung.

Was haben Sie davon, Mitforscher*in zu sein?

Sie schenken schenkst uns einen Teil Ihrer Zeit und forscht bei uns mit. Wir wollen uns bei Ihnen bedanken und Sie

  • als geladenen Gast bei unseren Ausstellungseröffnungen in die inatura einladen!
  • als erstes über Neuigkeiten in der inatura über unseren Newsletter informieren – so sind Sie immer auf dem Laufenden!
  • zu unseren Fortbildungen im Rahmen des Amphibien-Monitorings einladen (Amphibienbestimmungskurs, Exkursion…). So lernen Sie Interessantes und so manches über Amphibien, was nicht in Büchern steht!
  • zu unserem inatura-Forscherfest einladen, bei dem Sie andere Mitforscher*innen kennenlernen können und Neues über unsere Forschung erfahren.

Sie wollen mitmachen?

Dann melden Sie sich bei uns, wir schicken Ihnen dann eine leicht verständliche Anleitung und ein Formular für die Datenerfassung.

Unterlagen zum Mitmachen: (download)

Rundbrief:

Amphibien-Monitoring in Vorarlberg. Das erste Jahr

 

Dipl.-Biol. Anette Herburger
inatura - Erlebnis Naturschau Dornbirn
Abteilung Forschung
Jahngasse 9
6850 Dornbirn

anette.herburger​(at)​inatura.at
T +43 (0)676 833064755 

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