Wanted – Asiatische Mörtelbiene

Die erste nicht-heimische Wildbiene erobert europäisches Festland, über ihre Lebensweise und Verbreitungswege ist jedoch nur sehr wenig bekannt. 

Leiste mit deiner Beobachtung einen wichtigen Beitrag zur Wildbienen-Forschung!

Die Asiatische Mörtelbiene ist mit ihrer Größe von 1,8-2,5 cm eine imposante Wildbiene und größer als die Honigbiene. Ihr rot-bräunlicher Pelz am Vorderkörper hebt sich deutlich vom restlichen schwarzen Körper ab. Aus diesem Grund ist die Asiatische Mörtelbiene leicht von anderen heimischen Wildbienen unterscheidbar.

Die gebietsfremde Wildbiene legt ihre Nistanlagen in Hohlräume im Totholz an. Deshalb ist sie ein häufiger Gast in künstlichen Nisthilfen, welche mit Bambus- oder Pappröhrchen bestückt sind und einen Durchmesser von mindestens 9 mm haben. In den Monaten Juni bis August kann man zuerst die Männchen und anschließend die Weibchen beobachten.

Wie der Name bereits verrät, stammt die Asiatische Mörtelbiene (Megachile sculpturalis Smith, 1853) ursprünglich aus Ostasien. Sie ist zunächst in den 90er Jahren in Nordamerika eingewandert und besiedelt seit 2008 auch Europa. In den vergangenen Jahren hat sie sich rasch über Frankreich, Italien, die Schweiz bis nach Ungarn, Slowenien und nach Westen bis nach Spanien ausgebreitet. Für Österreich gibt es bisher nur einen einzigen Fund aus Wien (2017). Meldungen aus der Ostschweiz, Liechtenstein und dem nördlichen Bodenseegebiet legen nahe, dass die Asiatische Mörtelbiene inzwischen auch in Vorarlberg anzutreffen ist.

Julia Lanner beschäftigt sich in ihrer Doktorarbeit mit der Frage, ob es sich bei der Asiatischen Mörtelbiene um die erste invasive Wildbiene auf europäischem Festland handelt. Sie nimmt die Ökologie und das Ausbreitungsverhalten dieser Wildbiene genau unter die Lupe und untersucht, ob sie die heimische Wildbienen-Diversität gefährdet. 

Beobachtungen inkl. Funddatum, Fundort, Foto und Kontaktdaten bitte an:

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