inatura - Sonderausstellungen

„Auf leisen Pfoten – Die Raubtiere des Alpenraums“

24. März 2017 bis 24. Februar 2018

Besonders die großen Raubtiere faszinieren uns Menschen seit jeher. Ihre teilweise Rückkehr, nach Jahrhunderten der Abwesenheit, führt zudem zu Verunsicherung oder sogar Angst. Die inatura nimmt dies zum Anlass, Luchs, Fuchs, Wolf und Co gewohnt interaktiv zu präsentieren. Neben der Vorstellung einzelner Vertreter dieser vielfältigen Tiergruppe beleuchtet die Ausstellung deren besonderen Fähigkeiten und gibt Einblicke in ihre Lebensweisen.

Auf leisen Pfoten…
…kehren sie zurück und erobern Stück für Stück wieder den Alpenraum. Raubtiere wie Luchs, Wolf, Bär oder Wildkatze sind wieder auf dem Vormarsch – wenn auch mit Hindernissen.
Von Norden aus dem Bayerischen Wald kommt der Luchs auf leisen Sohlen, von Westen über den Jura schleicht die Wildkatze wieder in unsere Nähe, aus der Ostschweiz verirren sich Wölfe von Zeit zu Zeit in unsere Gefilde und aus dem Trentino strecken junge männliche Bären ihre Pranken auf ihrer Wanderschaft auch in unsere Richtung aus.
Grund genug, sich in der inatura mit diesen sagenumwobenen, faszinierenden aber auch gefürchteten  Tieren einmal intensiver auseinanderzusetzen. Anfang des 19. Jahrhunderts begleitet von Pauken, Trompeten und Triumphgeheul ausgerottet – die letzten Abschüsse von Bären in Bayern und Österreich gehen auf die Zeit um 1840 zurück, Luchsen und Wölfen erging es ähnlich – hat sich unsere Geisteshaltung und somit auch das Blatt gewendet. Unser Verständnis rund um die ökologische Bedeutung von Raubtieren hat sich gewandelt, die größeren Waldgebiete, auf welche die meisten dieser Beutegreifer angewiesen sind, haben sich vom vielerorts vorherrschenden Kahlschlag um 1900 erholt. Allerdings bergen unsere  Freizeitinteressen in der unberührten Natur unserer Wälder und Berge sowie die Alpwirtschaft doch erhebliches Konfliktpotenzial, wenn etwa ein unverhofftes Meeting mit einem Bär anstehen sollte.

Was macht diese Raubtiere aus? Wie jagen und überleben diese Säuger in ihren Revieren? Welche Bedürfnisse und Ansprüche an ihre Gebiete haben sie? Wie sieht die Nahrungspalette aus – was und wann fressen Raubtiere wirklich? Wie erkennt und wie deutet man ihre Spuren? Welche »Interessenskonflikte« gibt es und warum? Wo und wie verläuft für uns der Grat zwischen Akzeptanz und Ablehnung, zwischen Faszination und Furcht vor diesen Geschöpfen? Ist eine Koexistenz mit dem Menschen in unseren Gefilden überhaupt wieder möglich? Was spricht dafür und welche Probleme könnten auftreten? Eine inatura Sonderausstellung, welche diese brennenden Fragen gewohnt interaktiv angehen wird. Imposante Präparate, interaktive Spiele und Inhalte zum Lachen, Staunen und Nachdenken erwarten interessierte Besucher ab dem 24. März 2017 in unserer neuen »Raubtiergalerie«.

RTV Vorarlberg

Sonderausstellung 2018