Der Stadtgarten

Der von den Landschaftsarchitekten Rotzler Krebs Partner GmbH (Winterthur) konzipierte Stadtgarten rund um die inatura betont gleichermassen die Wasserkraft am Müllerbach als auch die industrielle Vergangenheit des Rüsch-Areals. Der Verlauf des Müllerbachs bestimmt die Hauptrichtung des Parks. Nach ihm richten sich die Baumreihen, Wege, Linien und die felderartige Organisation der Parkräume. Der industrielle Charakter liefert die Materialpalette für den Museumspark: Stahl, Eisenerz vom Steirischen Erzberg und Recyclingmaterialien wurden für Beläge, Randabschlüsse und kleinere Bauwerke verwendet.


Dornröschengarten
Der ehemalige Villengarten hat den verwunschenen Charme eines „Dornröschengartens“: Er ist von Hecken umschlossen, und verschlungene Wege führen zwischen altehrwürdigen Parkbäumen und üppig blühenden Gartenpflanzen hindurch. Unterschiedlich ausgerichtete Horchrohre aus Stahl machen das Rauschen des unterirdischen Müllerbaches hör- und erlebbar.


Kanalplatz
Der unterirdische Kanal als konstituierendes Element der Industrieanlage wird durch das Wasserrad sinnlich und visuell erlebbar gemacht. Spalierbirnen und Sitzbänke an der Südfassade des Gießereigebäudes vermitteln eine „bäuerliche“ Stimmung. Ein Schach- und Mühlefeld laden zum spielen ein.
  


Spielplatz
Klammerförmige Weidenhecken, die von Röhren durchdrungen werden, ergeben eine räumlich differenzierte Spiellandschaft. Eine zweite Pflanzschicht aus raschwüchsigem Chinaschilf verstärkt die jahreszeitliche Dynamik.


Museumsgarten
Die Pavillonbauten geben das Wegnetz und die Parzellenstruktur vor. In die Struktur eingebunden ist ein Wassergarten, der vom offenen Wasser zum Land übergeht. Eine Pergola – mit Sitzbänken im lichten Schatten – begrenzt den Museumsgarten und gibt die angemessene (klösterliche) Fassung. Die Rückwand bildet eine Raumkante zur offenen Spielwiese und unterstreicht die eigenständige Geometrie des Industrieensembles. Der Museumsgarten wurde von Schülern und Schülerinnen des Bundesgymnasiums Dornbirn gestaltet. Die Schotterfläche zwischen den Büropavillions wird von Pionierpflanzen erobert.


Spielwiese
Der Rand der großzügigen Spielwiese ist mit Reihen aus Birken mit einzelnen rotblättrigen Haseln bepflanzt. Im Schatten dieser „Baumschnüre“ sind einzelen leicht abgesenkte Sitzplätze angelegt.
   


Arboretum
Im Zugangsbereich wurde eine besondere Gehölzsammlung angelegt: auf einer imaginären Weltkarte sind die Bäume aufgrund ihrer Herkunft nach Längengraden zusammengefasst. Stichwege führen von der Jahngasse in den Rüschhof. Ein Staketenzaun bildet den Abschluss zur Jahngasse.


Rüschhof
Der zentrale Hofraum im Inneren der Anlage ist als vielfältig nutzbarer „Stadtplatz“ angelegt. Der Trinkbrunnen animiert Kinder zu Wasserspielen. Eine Gruppe rotlaubiger Ahorne belebt die Platzfläche auf angenehme Weise.