Der König unter den heimischen Käfern

Mit seinem imposanten Oberkiefer und seiner beachtlichen Körpergröße von bis zu 8 cm gilt er in unseren heimischen Gefilden als König unter den Käfern: Der Hirschkäfer (Lucanus cervus). Während die Weibchen auch gerne mit dem heimischen Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus) verwechselt werden, sind die männlichen Vertreter dieser Art besonders auffallend. Bei der Entwicklung der Hirschkäfer spielen vor allem Eichen eine entscheidende Rolle. Ohne diese ist ein Vorkommen kaum möglich.

Die adulten Tiere schlüpfen im Frühjahr und sind von Mai bis Juli zu beobachten. Besonders zwischen Anfang Juni und Mitte Juli sind die beeindruckenden männlichen Hirschkäfer flugaktiv und in der Dämmerung anzutreffen.

Auf Hilfe angewiesen

In den letzten Jahrzehnten nahm die Verbreitung dieser nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie europaweit geschützten Käferart in ganz Europa stark ab. Auch in Vorarlberg sind die Zahlen rückläufig. Seit 1990 konnten nur wenige Beobachtungen festgestellt werden. Daher wäre eine systematische Erforschung und Überprüfung aller Vorkommen sinnvoll. Um mehr über diese beeindruckenden Tiere zu erfahren, beschäftige ich mich im Rahmen meiner Diplomarbeit (Universität Wien) und in Kooperation mit der inatura Dornbirn dieses Jahr näher mit den heimischen Hirschkäfern. Um Hinweise auf das Vorkommen der Tiere zu bekommen, würde ich mich über Ihre Unterstützung freuen. Daher bitte ich alle Interessierten aufmerksam durch die Natur zu streifen und Beobachtungen von Hirschkäfern an mich zu melden. Wichtige Kriterien sind hierbei sowohl Funddatum, einen möglichst genauen Fundort (im Idealfall GPS Daten oder Karten-Koordinaten) als auch ein Foto des Hirschkäfers. Dabei ist zu beachten, dass die Tiere sowohl lebendig als auch tot nicht aus der Natur entnommen werden dürfen, da es sich um eine nach der FFH-Richtlinie geschützte Art handelt.* Um bei Fragen Kontakt aufnehmen zu können, bitte ich Sie zusätzlich um die Angabe Ihrer Kontaktdaten.

Helfen Sie diese besonderen Tiere näher zu erforschen!

Wichtiger Hinweis:

Da es sich um eine geschützte Art nach der FFH-Richtlinie handelt, dürfen die Tiere sowohl lebendig als auch tot nicht aus der Natur entfernt werden!!!

Was benötige ich um einen Fund zu melden?

- Funddatum
- Fundort
- Foto
- Kontaktdaten

Telefonisch:
Patrick Fahser
+43660/2091990
oder per Mail: fahser.patrick(at)gmail.com

Online zu melden: