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inatura - Sonderausstellung - Klimazeiten

- J. Köldorfer
Neue inatura Sonderausstellung
„Heimliche Eroberer“
Klima und Migration von Tier und Pflanzenarten
30. März bis 9. September 2012
Vorarlberg im Malaria und Dengue – Fieber? Klingt weit weg – ist es auch noch! Aber ihre Überträger wandern gegen Norden. Und sie sind bei weitem nicht die Einzigen.
Migrationsbewegungen sind seit jeher wesentlicher Bestandteil und Kennzeichen des Lebens – Migration ermöglicht erst die Ausbreitung in verschiedenste Regionen und ökologische Nischen unseres Planeten.
Veränderte klimatische Bedingungen sind ein wesentlicher Motor für Wanderungsbewegungen in der Geschichte der Lebewesen.
Auch wenn für die Ausbreitung verschiedener Tier- und Pflanzenarten andere Faktoren – wie etwa die Verschleppung über globale Handelsrouten oder den Tourismus hauptverantwortlich sein mögen – etablieren können sich diese Arten erst, wenn die klimatischen Bedingungen ihren Ansprüchen entsprechen.
Die inatura präsentiert im Rahmen der laufenden Ausstellung „Klimazeiten – Wenn die Erde Fieber hat“ unsere neu Zugezogenen, die sich auf leisen Sohlen bei uns eingeschlichen haben.
inatura – Sonderausstellung
„Klimazeiten - Wenn die Erde Fieber hat“
Ab 15. April 2011
Täglich von 10 bis 18 Uhr
Der neue Schwerpunkt der inatura Erlebnis Naturschau Dornbirn heißt im Jahre 2011 Klima. Als Institution, die sich als naturwissenschaftliches Kompetenz-Zentrum des Landes sieht, ist es für die inatura eine der Hauptaufgaben, am Puls der Zeit zu bleiben und mitunter auch kontroverse Inhalte zu präsentieren. Wie kaum ein anderes Thema beschäftigen der offenbar in Gang befindliche Klimawandel und die damit zusammenhängenden Fragen die öffentliche Diskussion. Die inatura möchte mit der neuen Ausstellung informieren, sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Prinzip und Ursachen einer Erderwärmung
Es ist ein spannendes Zusammenspiel von physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen, die den Zustand der Atmosphäre auf unserem Planeten und somit das Klima bestimmen. Die Klimaforschung steckt eigentlich noch in den Kinderschuhen, dennoch konnten schon zahlreiche Prozesse identifiziert werden, die unsere Gashülle beeinflussen. Wir wissen, welche Gase für eine Erderwärmung zuständig sind und wir wissen auch, wo und wie diese entstehen. Hauptverantwortlich für den vom Menschen zu verantwortenden Anteil an der Erderwärmung sind Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Es sind im Wesentlichen Verbrennungsprozesse und die Landnutzung, die die Produktion dieser Gase vorantreiben. Prozesse also, die untrennbar mit dem Ressourcen-Hunger einer wachsenden und nach Wohlstand strebenden Weltbevölkerung verbunden sind.
Ein Ziel der Ausstellung ist es, einen Überblick über die irdischen – aber auch „außerirdischen“ – Wechselwirkungen, denen unser Klima ausgeliefert ist, so klar wie möglich zu transportieren.
Mögliche Folgen
Das Weltklima ist ein kompliziertes System, das von unzähligen Faktoren abhängig ist, welche wiederum auf vielfältige Weise miteinander verstrickt sind. Dabei können sich mitunter verschiedenste
Parameter ändern, ohne dass allzu Gravierendes passiert, andererseits aber kann auch das Kippen eines der unzähligen Dominosteinchen des Systems eine Kettenreaktion auslösen. Das macht die exakten Vorhersagen – für die Welt im Allgemeinen und bestimmte Regionen im Besonderen – auch so schwierig. Die Sonderausstellung versucht, die Zusammenhänge im Weltklima so objektiv wie möglich aufzudecken.
Gegenmaßnahmen
Nach heutigem Stand der naturwissenschaftlichen Logik führt jede Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes zu einer Abschwächung bzw. Verlangsamung des Treibhauseffekts. Klingt einfach – ist es manchmal auch. Die Reduktion alleine reicht nicht aus, das Klima zu retten, der Trend geht jedoch in die richtige Richtung – wir sind nur reichlich spät dran. In der inatura wird aufgezeigt, wie einfach es – auch für jeden einzelnen - sein kann, die Emissionen zu reduzieren, aber natürlich auch, an welchen Stellen es massiver und tiefgreifender Umstellungen bedarf.
Fragen über Fragen
Wie funktioniert die Erderwärmung? Welche Gase sind für diese Entwicklung verantwortlich? Warum halten manche Gase Wärme in der Atmosphäre zurück und andere nicht? Bei welchen Prozessen entstehen die verantwortlichen Gase? Welchen Einfluss hat die Sonne auf Klimaschwankungen?
Welche möglichen Folgen hat eine Erderwärmung – sowohl global als auch regional? Wie können die Treibhausgase reduziert werden?
Interessierte Besucher bekommen Antworten auf diese und viele andere Fragen.
Klima wandelt inatura
Die neue Ausstellung wird auch die bestehende Dauerausstellung der inatura nachhaltig verändern. Neben der Sonderausstellung auf der Galerie, die einen interaktiven Überblick über Prinzip, Ursachen, sowie mögliche Folgen der Erderwärmung bietet und Gegenmaßnahmen aufzeigt, verwandeln sich auch die vier Lebensräume des Museums.
Inhaltlich werden die klimatischen Wechselwirkungen, mit denen die Lebensräume Gebirge, Wald, Wasser und Stadt untrennbar verbunden sind, thematisiert. Alle Infosäulen des Museums werden mit neuen Inhalten bestückt, 12 neue interaktive Stationen und 5 imposante, komplett neu bespielte Leinwände garantieren ein beeindruckendes und informatives Gesamterlebnis, das interessierte, neugierige aber auch kritische Besucher ansprechen soll.
Für Konzept, Inhalte und Umsetzung der Ausstellung verantwortlich zeichnet MMag. Beat Grabherr, der seit vielen Jahren erfolgreich die Museumspädagogik der inatura leitet. Die wissenschaftliche Beratung erfolgte durch Dr. Thomas Mölg vom Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität Innsbruck.







