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Was tun bei Ameiseninvasion ?

Ameise - © Knittel

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Ameisen werden meist zu schnell als "Schädlinge" bezeichnet. Bei der Durchführung einer Schaden-Nutzen-Analyse kann ein klares Plus beim Nutzen der Ameisen verbucht werden:

  • Ameisen jagen und fressen Kleinlebewesen, die es auf Gartenpflanzen abgesehen haben.
      
  • Sie bereiten den Boden für wichtige Nützlinge wie etwa den Regenwurm vor (Bodenumschichtung).
      
  • Viele Pflanzen verdanken ihre Verbreitung den Ameisen: Veilchen, Ehrenpreis, Schöllkraut, ...
      
  • Ameisen-Vernichtungsversuche mit chemischen Fallen und anderen Methoden (z. B. heisses Wasser) fruchten meist wenig. Ameisen kommen wieder, wenn der Standort als Nestplatz ideal ist. Zudem könnten andere Tiere und auch Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

Vorbeugende Abwehrmassnahmen gegen Ameisen

Im Garten

Kerbel, Knoblauch, Lavendel, Majoran, Petersilie, Pfefferminze, Thymian, und Tomaten können die Ansiedlung von Ameisen verhindern. Sie werden als Beeteinfassung oder als Zwischenpflanzen in gefährdeten Kulturen gesetzt. Tomaten sollten Pfirsiche und Aprikosen besonders gut schützen. Lavendel hält Rosen von Ameisen frei.

Farnkraut und Tomatenblätter zum Mulchen verwenden.

Verlockende Nistgelegenheiten beseitigen (Bretter, Holzhaufen). Dies wirkt hauptsächlich gegen Waldameisen. Vorsicht: Holzhaufen dienen oft anderen Tieren (z. B. Igel) als Unterschlupf.

Algenkalk über die Pflanzen gestreut hält Ameisen fern und fördert die Widerstandskraft der Pflanzen. Nicht für alle Pflanzenarten verträglich.

Im Haus

Nahrungsmittel immer gut verschliessen. Ritzen an Fenstern und Wänden zukitten.

Farnkraut aufhängen. Dies hält allgemein Insekten fern. Achtung: Einige Farnarten sind geschützt!

Steinmehl oder Kreide (vermischt mit Lavendel- und Fichtennadelöl) unterbricht Ameisenstrassen, die ins Haus führen.

 

Vertreiben von Ameisen ohne chemische Gifte

Im Garten

Einen Lappen mit Teer, Fischtran oder Petrol tränken und auf den Haufen oder über ein Nest legen. Die Lappen dürfen nicht tropfen. Vertreibt auch den Menschen!

Holunderblüten, Tomatenblätter oder Knoblauch auf das Nest legen.

Mit Holzasche und Russ können Ameisenstrassen umgelenkt werden. Nicht auf den Haufen oder auf das Nest streuen.

Kräuterjauchen aus Rainfarn, Wermut, Tabakblättern, Nussbaumblättern: 12 Stunden einlegen, aufkochen und abgekühlt giessen. Vorsicht: Tabakblätter sind giftig.

Blumentöpfe über Ameisennester stülpen. In diese von der Sonne erwärmten Töpfe transportieren die bodennestbauenden Ameisen ihre Brut. Mit einem Spaten lässt sich so die ganze Brut mit Königinnen entfernen. Der Inhalt kann z.B. an einer Hecke wieder ausgeleert werden.

Im Haus

Solange sich das Nest nicht im Haus befindet, lassen sich mit schimmeligen Zitronen, Flohpulver oder biologischen Ameisenstreumitteln die Zugangsstrassen ablenken.

 
 

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