inatura Dornbirn

Pilze sammeln - aber wie ?

Der Flockenstielige Hexenröhrling ist ein hervorragender Speisepilz - © inatura / Klaus Zimmermann

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Das Sammeln von Speisepilzen begeistert immer mehr Naturfreunde. Damit dieses Vergnügen ungetrübt bleibt, sind einige wichtige Hinweise zu beachten:


Gesetzliche Grundlagen

  • In Vorarlberg ist das Sammeln von Pilzen in der Zeit zwischen 8:00 und 17:00 Uhr täglich gestattet.
  • Pro Person und Tag dürfen maximal 2 kg Pilze gesammelt werden.
  • Es dürfen ausschließlich Pilze gesammelt werden, die eindeutig als Speisepilze erkannt wurden.


Verhalten im Wald

  • Nicht in großen Gruppen ganze Waldbereiche durchkämmen, die im Boden wachsenden Pilzfäden (Mycelien) können dadurch Schaden nehmen.
  • Übermäßigen Lärm vermeiden, um die Wildtiere nicht zu beunruhigen.
  • Keine Abfälle entsorgen, der Wald ist so zu verlassen, wie er vorgefunden wurde.


Pilze aufsammeln

  • Nur Pilze entnehmen, die zuvor bereits mit einiger Sicherheit als Speisepilz erkannt wurden.
  • Unbekannte Pilze und Giftpilze dürfen nicht gesammelt werden.
  • Pilze vorsichtig aus dem Boden drehen oder mit Messer abschneiden. Keine Löcher im Waldboden hinterlassen.
  • Die Pilze vor Ort auf Beschaffenheit und Madenbefall prüfen und sofort reinigen.


Transport des Sammelgutes

  • Pilze nur in luftigen Körben transportieren. In Plastiktaschen unter Luftverschluss werden die besten Speisepilze in kurzer Zeit ungeniessbar.
  • Pilze rasch an einen kühlen Ort bringen, nicht im überhitzten Auto liegenlassen.


Zubereitung der Pilze

  • Die meisten Pilze sind roh giftig, also niemals rohe Pilze essen.
  • Die Pilze klein schneiden, das Aroma entfaltet sich so am besten.
  • Die Pilze 10 Minuten bei mehr als 80 Grad garen, damit sie bekömmlich werden.
  • Nicht Unmengen von Pilzen auf einmal essen, denn sie sind schwer verdaulich.
  • Zur Zubereitung und Konservierung von Pilzen ist einiges Fachwissen nötig, gute Pilz-Kochbücher liefern wertvolle Tipps dazu.


Was tun bei Verdacht auf Pilzvergiftung

  • Ruhe bewahren!
  • Pilzabfälle, Mahlzeitreste oder auch Erbrochenes sicherstellen.
  • Möglichst rasch Arzt konsultieren oder Krankenhaus aufsuchen.
  • Nicht versuchen, durch Trinken von Milch oder anderem ein Erbrechen zu bewirken.
  • Ohne ärztlichen Rat keine Medikamente einnehmen.


Pilzberatung

  • Die inatura hat einen kostenlosen Beratungsservice für Pilze eingerichtet.
  • Beratungspilze sind keine Speisepilze, daher immer separat aufbewahren.
  • Zur Beratung nur Pilze bringen, bei denen man selbst schon eine Erstbestimmung durchgeführt hat.
  • Der Pilzberater benötigt 3-4 vollständige Exemplare einer Art zur exakten Bestimmung (nicht abschneiden!)
  • Persönliche Pilzberatungen werden ausschließlich nach Terminvereinbarung durchgeführt!
  • Telefonisch können keine Pilzberatungen durchgeführt werden.


Telefonische Terminvereinbarung:
Montag bis Freitag 9bis 12 Uhr
Telefonnr.: +43 (0)676 / 83306 - 4766


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