inatura Dornbirn

Mutmassliche Spinnenbisse in Vorarlberg

Übeltäter in keinem der Fälle identifiziert

Bereits im Jahr 2002 meldete sich Frau S. aus Bregenz in der inatura. Sie war im August 2002 bei der Pflege ihrer Geranien von einem unbekannten Tier gebissen worden. Den Übeltäter konnte sie nicht entdecken. Nach 12 Stunden war die Bissstelle stark geschwollen und rotblau unterlaufen. Auch die heftigen Schmerzen ließen nicht nach. Im Bregenzer Stadtspital wurde tags darauf ein Spinnenbiss disgnostiziert. Nekrotische Gewebeteile im Bereich der Bissstelle wurden operativ entfernt und medikamentöse Therapien eingeleitet. Frau S. musste für drei Wochen eine Armschiene tragen.

In der inatura rätselte man vor vier Jahren, welches Gifttier für diesen Biss verantwortlich sein könnte. Von einem möglichen Vorkommen des Ammen-Dornfingers ahnte man damals nichts. Bekannt war andererseits, dass große Weibchen der Kreuzspinnen in der Lage sind, dünne Hautpartien beim Menschen zu durchbeißen. Allerdings ist das Gift der Kreuzspinnen weit schwächer als das des Ammen-Dornfingers. So war auch dies nur eine unzureichende Erklärung für die Symptome von Frau S.


Inzwischen sind der inatura zwei weitere Fälle von mutmasslichen Spinnenbissen gemeldet worden.

In Schwarzach wurde Frau G. Ende Juni 2006 bei Arbeiten in ihrem Garten von einem unbekannten Tier - vermutlich einer Spinne - über dem linken Knie gebissen. Der Übeltäter war in der Thujenhecke versteckt und wurde nicht gefunden. Der Biss blieb zunächst unbemerkt, dann verspürte Frau G. zunehmend starke, brennende Schmerzen, wie von einer Brennnessel, aber eben weit heftiger. Nach einem Tag bildete sich eine starke Schwellung und Verfärbung im Bereich der Bissstelle. Sie wurde von einem Nesselausschlag begleitet. Zwei Tage lang litt die Frau an Übelkeit und Kopfschmerzen. Die brennenden Schmerzen hielten weit länger an. An der Bissstelle entwickelte sich ein großer Abszess mit einer leichten Einbuchtung an der Hautoberfläche. Nach mehr als 6 Wochen hat sich zwar der Eiterknollen an der Bissstelle aufgelöst, eine knotenartige Verhärtung war noch länger zu spüren. Auch ein leichter brennender Schmerz plagte Frau G. noch manchmal.

In Wolfurt wollte Frau H. Ende Juni 2006 an einem Sonntag abends am Ufer der Bregenzer Ache grillen. Als sie im Brombeergestrüpp nach Brennholz suchte, verspürte sie einen Stich. Sie dachte, sie hätte sich am rechten Ringfinger an den Dornen etwas aufgekratzt. Später verspürte sie zunehmend brennende Schmerzen im Bereich des rechten Mittelfingers und entdeckte erst dann die Bissstelle. Nach vier Tagen war die Entzündung des Fingers und der ganzen Hand am ärgsten. Auch die Lymphknoten am rechten Arm waren geschwollen. Am Finger hatte sich ein blau-schwarzer Fleck über einer Zyste gebildet. Sie selbst öffnete diese Zyste, aus der eine eitrige Flüssigkeit austrat. Erst nach 8 Tagen suchte sie ärztliche Hilfe auf, denn sie litt immer noch unter starken Schmerzen. Die behandelnde Ärztin vermutete einen Dornfinger-Biss als Ursache und riet der Patientin zur Einnahme von Antibiotika. Nach mehr als 6 Wochen hatte Frau H. immer noch eine mehr als 5 mm große Wunde an der Bissstelle. Die Entzündung war gottseidank bald abgeklungen.

 

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