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Die Beifußblättrige Ambrosie

Die Beifußblättrige Ambrosie - © inatura / Klaus Zimmermann

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Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ist eine einjährige Pflanze, die ursprünglich aus Amerika stammt. Sie wurde nach dem 2. Weltkrieg in Europa eingeschleppt und hat sich seither besonders in Südeuropa etabliert. In Ostösterreich wird seit 1990 eine stetige Zunahme dieser Pflanzenart beobachtet und auch in Vorarlberg gibt es erste Funde. In Niederösterreich wurden Strategien gegen die Ausbreitung der Ambrosie erarbeitet. Frankreich, Italien und Ungarn haben bereits gesetzliche Grundlagen für die Ausrottung der Allergien auslösenden Pflanze geschaffen.


Pflanzenart

Die Ambrosie ist ein einjähriger Korbblütler, also eine Verwandte der Sonnenblumen. Andere Namen der Pflanze sind Beifuß- oder Wermutblättrige Ambrosie sowie Aufrechtes Traubenkraut. Weiters eingebürgert hat sich die englische Bezeichnung Ragweed.


Beschreibung

Die Ambrosie wird 20-100 cm hoch. Die rötlichen Stiele sind abstehend behaart. Dies erleichtert die Unterscheidung zum unbehaarten Beifuß. Die gestielten Blätter sind doppelt gefiedert. Die eingeschlechtigen Blüten sind sehr klein. Männliche Blüten bilden ährige Trauben (Namensgebung!). Diese erreichen eine Größe von 4-5 mm und bestehen aus jeweils 5-12 Röhrenblüten. Die weiblichen Blüten sitzen unterhalb der männlichen in den Blattwinkeln. Sie bestehen aus 1-7 kronenlosen Einzelblüten. Die Früchte sind 4-5 mm lang und behaart. Ein Exemplar kann zwischen 3.000 und 60.000 Samen produzieren. Die Pflanzen keimen Ende Mai bis Anfang Juni aus, zur Blüte kommen sie zwischen August und Oktober.


Verbreitung und Vorkommen

Die Ambrosie bevorzugt gestörte Böden, also Wegränder, Schuttplätze, Deponien sowie hitzegeschädigte Standorte. Sie tritt ausschließlich in Tallagen auf und benötigt im Sommer reichlich Niederschläge. In vielen Gebieten ist sie unerwünschte Begleiterin in Sonnenblumenkulturen. In Hausgärten wird sie meist mit Vogelfutter eingeschleppt. Ihre hirsegroßen Samen weisen Dornen auf, so werden sie häufig anhaftend an den Reifen von landwirtschaftlichen Maschinen verbreitet.


Gefahr für den Menschen

Die Pollen der Ambrosie können beim Menschen zu heftigen allergischen Reaktionen führen. Eine einzige Pflanze kann bis zu einer Milliarde Pollen ausbilden. Allergiker reagieren schon auf eine Anzahl von 10 bis 50 Pollenkörnern. Betroffen sind die oberen Atemwege, die Nasen- und Augenschleimhäute. Häufig wird auch Asthma von der Ambrosie ausgelöst. Besonders unangenehm für Allergiker ist die späte Blütezeit der Pflanze, die Pollensaison wird durch sie um zwei Monate in den Herbst verlängert. Häufiger Hautkontakt mit der Ambrosie kann auch zu lokalen Hautirritationen führen. Fachleute gehen davon aus, dass auch diese im Extremfall zu einer Allergie-Sensibilisierung führen können ("Kontaktallergie").


Schutzmaßnahmen und Bekämpfung

In Hausgärten eingeschleppte Ambrosien können leicht mit der Wurzel ausgerissen und entsorgt werden. Dies sollte in jedem Fall schon vor der Blütezeit geschehen. Es wird empfohlen die Pflanze nur mit Handschuhen anzufassen und Staubmasken zu tragen. Allergiker sollten die Pflanze nicht selbst entfernen. In Hausgärten sollten ab Mai jene Stellen beobachtet werden, an denen im Winter Vogelfutter ausgestreut wurde.


Medizinische Hilfe

Eine Therapie gegen allergische Symptome hat nach Absprache mit einem Arzt zu erfolgen. Im Vordergrund stehen dabei medikamentöse Entzündungshemmung und das Lösen von Muskelkrämpfen. Auch eine Allergenkarenz, also die Vermeidung von Allergieauslösern, ist anzustreben.


Pflanzenbestimmung und Beratung

Die inatura-Fachberater helfen gerne bei Fragen zur Ambrosie. Um eine Pflanze sicher bestimmen zu können, ist es nötig, zumindest Teile der Pflanze mit in die inatura zu bringen. Um eine Pollenausbreitung zu verhindern, sollte der Transport in geschlossenen Plastiktaschen oder Gläsern erfolgen.

inatura – Beratungstelefon: +43 (0)5572 / 23235


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weitere Informationen auf http://www.ambrosia.de/

 

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