inatura Dornbirn

Rote Liste Brutvögel

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Das morgendliche Zwitschern der Vögel ist so alltäglich, dass wir es kaum noch wahrnehmen. Gefiederte Gäste am Futterhäuschen sind selbstverständlich. Und dennoch ist diese Vielfalt gefährdet:

Beinahe zwei Drittel der im Ländle brütenden Vogelarten wurden in die "Rote Liste" der Brutvögel Vorarlbergs aufgenommen. Das Autorenteam um Rita Kilzer, Georg Amann und Gerold Kilzer musste insgesamt 108 Vogelarten als gefährdet oder ausgestorben einstufen. 

Nachdenklich stimmt vor allem der Vergleich mit der Bestandsaufnahme von 1993. Die Zahl der nicht gefährdeten Vogelarten ist von 88 auf 71 gesunken.

Im Gegensatz zu vielen anderen Tiergruppen ist die Vogelwelt unseres Landes gut dokumentiert. Unermüdlich beobachten die Hobbyforscher von BirdLife Vorarlberg die Verbreitung der einzelnen Arten. Gemeinsam mit historischen Daten wurde so ein computergestütztes Archiv geschaffen, das langfristige Veränderungen in der Avifauna erkennbar macht. Und nicht nur das: Vögel sind gute Indikatoren für die Veränderungen in der Landschaft. Indirekt wird in der Roten Liste der Brutvögel auch die Situation ihres Lebensraumes und ihrer Nahrung (z.B. Insekten) erfasst.

Im vorliegenden Band werden alle gefährdeten Arten detailliert in Bild und Text vorgestellt. Neben einer Beschreibung von Verbreitung und Bestand wird der Lebensraum der Tiere näher beleuchtet. Die Diskussion der Gefährdungsursachen leitet über Vorschlägen für Maßnahmen, die beitragen können, die Situation nicht nur der betreffenden Vogelart zu verbessern. Die "Rote Liste" wird damit zu einer zentralen Grundlage für fachlich fundierte Diskussionen und politische Entscheidungsfindungen.

 

Kilzer, R., Amann, G. & Kilzer, G. (2002): Rote Liste gefährdeter Brutvögel Vorarlbergs. - Rote Listen Vorarlbergs, Band 2: 254 Seiten, Dornbirn (Vorarlberger Naturschau).


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