inatura Dornbirn

Der Fadenmolch im Rheindelta – neu für Österreich!


Rote Liste informiert über Vorkommen und Gefährdung heimischer Amphibien und Reptilien

Rote Listen sind zu einem unverzichtbaren Instrument im Naturschutz geworden. Sie zeigen die Bedeutung und Gefährdung der einzelnen Artenvorkommen auf und bilden so die Grundlage für Schutz- und Erhaltungsbemühungen. Gleichzeitig sind sie ein geeignetes Mittel, um das Augenmerk der Bevölkerung auf die aktuelle Bedrohung einer Tiergruppe zu lenken.

Als jüngste Publikation dieser Reihe ist Anfang Juli 2008 die "Rote Liste der Amphibien und Reptilien Vorarlbergs" erschienen. Und sie kann einen sensationellen Neufund vermelden: Der Fadenmolch wurde im Rheindelta erstmalig für Österreich nachgewiesen!

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Pressefotos
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Fadenmolch (4061 x 2507 pixel)
Bildautor: Dietmar Huber
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Bergmolch (1489 x 979 pixel)
Bildautor: inatura / Norbert Gorbach
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Laubfrosch (3072 x 2304 pixel)
Bildautor: inatura / Klaus Zimmermann
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Wasserfrosch (794 x 533 pixel)
Bildautor: Othmar Danesch


Pressetext

Und wieder bereichert eine neue Tierart die Natur Vorarlbergs! Im Frühjahr diesen Jahres machten Walter Niederer (Naturschutzverein Rheindelta) und Markus Grabher (Umweltbüro UMG) eine nicht alltägliche Entdeckung: Im Rheindelta konnten sie den Fadenmolch als jüngsten "tierischen Einwanderer" nachweisen. Dieser kleine, zierliche Molch hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in Frankreich und kommt auch in Teilen der Schweiz und Deutschlands vor. In Österreich war er bisher unbekannt.

Für den Druck der "Roten Liste der Amphibien und Reptilien Vorarlbergs" bedeutete diese wissenschaftliche Sensation eine Verzögerung. Dem bereits fertigen Manuskript musste ein neues Kapitel angehängt werden. Nun aber liegt nach fünfjähriger Arbeit das von der inatura herausgegebene Buch vor und berichtet über Verbreitung und Gefährdung der Eidechsen und Schlangen, Frösche und Molche im Ländle.

In Vorarlberg leben zwölf Amphibien- und sieben Reptilienarten. Zwei davon waren ursprünglich nicht heimisch, konnten sich aber in der Zwischenzeit hier etablieren. Vier Amphibienarten sind stark gefährdet: Kammmolch, Teichmolch, Laubfrosch und Gelbbauchunke sind Arten, die hauptsächlich Lebensräume der Tallagen besiedeln.

Auch mit Vorurteilen und Ängsten möchte das Autorenteam um Markus Grabher aufräumen. Daher werden alle Arten im Bild vorgestellt, und eine Rubrik "Wissenswertes" vermittelt Einblicke in ihre besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten. Verbreitungskarten und Informationen zu Lebensraum und Verhalten zeigen, wo die Tiere im Ländle zu finden sind. So stellt das Buch das aktuelle Wissen rund um die Amphibien und Reptilien in Vorarlberg umfassend und in leicht verständlicher Art dar.

 

Aschauer Maria, Grabher Markus, Huber Dietmar, Loacker Ingrid, Tschisner Christine & Amann Georg (2008): Rote Liste gefährdeter Amphibien und Reptilien Vorarlbergs. – Rote Listen Vorarlbergs, Band 5: 124 Seiten, Dornbirn (inatura).


Der Band kann zum Preis von € 15,- (zzgl. Porto) bezogen werden über:
inatura – Erlebnis Naturschau GmbH
Jahngasse 9
A-6850 Dornbirn / Österreich
e-mail: naturschau@inatura.at


(14.07.2008)

 

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